>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2018-09-28

Benjamin-Immanuel Hoff (Linke): „Die Geraer Bewerbung ist zugleich eine Bewerbung Thüringens.“

 

Gera. Keine Zeit zu verlieren: Unmittelbar am Tag nach dem klaren Stadtratsvotum für eine Kulturhauptstadt-Bewerbung Geras für 2025 waren Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) und Thomas Laubert als Vertreter der Privatinitiative „Gera2025“ zum Gespräch bei Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke). „Es geht jetzt darum, schnell eine Struktur und einen Fahrplan festzulegen“, sagte Laubert am Freitagmittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Das ambitionierte Ziel: Bis 16. Oktober ein erstes Konzept vorliegen zu haben, das man in Berlin bei der Präsentation aller deutschen Bewerberstädte vorstellen kann. Da die Initiative bereits seit über einem Jahr am Thema dran ist, gibt es dafür bereits einiges, worauf man aufbauen kann.

 

Die eigentliche, den formalen Anforderungen entsprechende Bewerbung mit allen Unterlagen muss dann bis September 2019 erarbeitet werden. Dafür werde man sich mit Hilfe der Landesförderung einen geeigneten Bewerbungsmanager suchen, so Laubert. Bereits am Vortag der Stadtratssitzung hatte es ein mutmachendes Arbeitsgespräch mit Landesvertretern gegeben. Hier wurde sowohl die ideelle als auch die finanzielle Unterstützung für die Stadt und die private Initiative durch das Land zugesagt. Voraussetzung sei der nun gefasste Stadtratsbeschluss, dessen Kernanliegen die Erstellung eines Kulturentwicklungskonzeptes für den Zeitraum bis 2030 ist. Die Kulturhauptstadt-Bewerbung soll eine Säule des Konzeptes sein, das im Vorentwurf bis Juni 2019 vorliegen soll.

 

Vonarb und Hoff äußerten sich am Freitag bei Facebook zu dem neuerlichen Treffen. Der Minister nannte die Stadtratsentscheidung „mutig und konsequent“. Das Land Thüringen habe bereits Erfahrungen mit der Kulturhauptstadt Weimar 1999. „Diesen Erfahrungsschatz bringen wir in die Partnerschaft mit der Stadt Gera ein“, so Hoff: „Die Geraer Bewerbung ist zugleich eine Bewerbung Thüringens.“ Geras OB bedankte sich für die Unterstützung und betonte, dass die Arbeit an diesem Thema finanziell „nicht zu Lasten unserer Prioritäten wie Schulen, Infrastruktur, und so weiter“ gehe. Dafür wolle er sorgen.

 

 

Marcel Hilbert / 28.09.18