>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2018-09-28

Hoff nennt Bewerbung Geras als Kulturhauptstadt konsequent

 

Gera (dpa/th) - Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) nennt die Entscheidung Geras, sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 zu bewerben, mutig und konsequent. «Mutig, weil die Stadt aus der Rolle des Außenseiters heraus eine Bewerbung anstrebt, die nicht von oben als Teil eines Marketings verordnet wird, sondern von unten initiiert, kulturgetriebene Stadtentwicklung anstrebt», erklärte Hoff am Freitag in Erfurt. «Konsequent, weil die drittgrößte Stadt Thüringens die Brüche in der Moderne, die Gera bis heute prägen, zum Anknüpfungspunkt der Kulturentwicklungsstrategie und der Kulturhauptstadtbewerbung machen kann.»

 

Der Stadtrat hatte sich am Donnerstag mit großer Mehrheit für eine Bewerbung ausgesprochen. Das Kulturangebot soll breit aufgestellt werden - und zum Beispiel Fankultur rund um Fußball einbeziehen. Auch weitere Städte haben angekündigt, sich um den Titel bewerben zu wollen. 2017 stand eine gemeinsame Bewerbung Geras mit Chemnitz und Nürnberg im Raum, die aber von den beiden anderen abgelehnt wurde.

Bis 2019 müsse eine Kulturstrategie bis 2030 vorgelegt und unter größtmöglicher zivilgesellschaftlicher Beteiligung erarbeitet werden, sagte Hoff. Mit diesem «Rückenwind» in die Shortlist der deutschen Städte aufgenommen zu werden, wäre ein Erfolg. «Gewinnen wird die Stadt jedoch bereits durch den Prozess an sich.»

Thüringen hat bereits Erfahrungen mit der Kulturhauptstadt Weimar 1999. Den Titel verleiht die Europäische Union jährlich an Städte und Regionen.

 

 

Bodo Schackow / 28.09.18