>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2019-03-27

Keine Verschnaufpause bis zum Stichtag

Geschichte, Tradition und Zukunft als Basis für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025

Neben Slowenien darf Deutschland für das Jahr 2025 wieder eine Kulturhauptstadt benennen.

Mit demProgramm, welches 1985 ins Lebengerufen wurde, sollen die kulturelleVielfalt in Europa, die Gemeinsam-keiten europäischer Kulturen unddas Gefühl der gemeinsamen euro-päischen Zugehörigkeit gefördertwerden.

Dreimal stellte Deutschland bisher die Kulturhauptstadt und neben Berlin und Essen, konnte sich im Jahr 1999 Weimar durchsetzen.

 

In diesem Jahr tragen Matera in Süditalien und Plowdiw in Bulgarien den Titel und zeigen in hunderten Veranstaltungen Geschichte, Tradition und Leben in den Städten und Regionen.

Bis ins Jahr 2022 sind die Städte bereits gewählt. Welcher deutsche Teilnehmer das Rennen für 2025 macht, entscheidet eine unabhängige Jury im Jahr 2025.

Neben Gera bewerben sich mit Chemnitz, Dresden, Zittau, Magdeburg, Hannover und Nürnberg sieben weitere Städte.

 

„Die Idee stand schon lange imRaum. Die Initialzündung brachte der negative Artikel zur Stadt im Spiegel Magazin. Klar war, dass wir einen Imagewandel für die Stadt benötigen, um etwas Positives für die Zukunft zu schaffen. Kultur bietet dafür den besten Rahmen und so gründeten wir die Initiative”, soThomas Laubert, der Initiator der Bewerbung. Anfangs belächelt kam schnell Bewegung in die Idee und immer mehr Menschen unterstützten das Projekt. Viel Arbeit kam auf Laubert und das ehrenamtlich tätige Team zu. Jetzt nach vielen schlaflosen Nächten und eineinhalb Jahren später steht das Projekt auf soliden Beinen und die Bewerbung wird aktiv vorbereitet. „Stadt und Land unterstützten uns von Beginn an.

So gibt es jetzt eine Lenkungsgruppe, die aus Mitarbeitern der Stadt und des Landes besteht und zu der auch die Kunsthistorikerin Dr. Claudia Tittel und ich gehören. Gemeinsam besprechen wir das weitere vorgehen zur Bewerbung“, erklärt Laubert weiter.

Doch auch wenn die Gruppe von zahlreichen Künstlern und Bürgern der Stadt in der Findung unterstützt wird, ist die Bewerbung letztendlich nicht ohne ein Team, dass sich rund um die Uhr um die Bewerbung kümmert, nicht machbar.

 

So stellte das Land Fördermittel zur Verfügung, so dass ein Kulturhauptstadtbüro in der Rudolf-Diener-Straße entstehen konnte. Zudem gibt es hier seit 1. Februar ein dreiköpfiges Team, welches die Bewerbung erarbeitet und gemeinsam mit dem Initiator erstellen wird.

„Der 30. September ist unser Stichtag. Bis dahin muss die Bewerbung der Stadt bei der Kulturstiftung der Länder vorliegen. Die Jury bewertet dann die einzelnen Bewerbungen bis Dezember und gibt dann eine Shortlist mit den Städten bekannt die sozusagen, eine Runde weiter sind.

Ist Gera dabei, worauf wir natürlich alle hinarbeiten, hat man dann nochmals bis Mitte 2020 Zeit um die Bewerbung zu überarbeiten. Im Herbst 2020 gibt die Jury dann die Deutsche Kulturhauptstadt für 2025 bekannt.

Ziel ist, dass der Name Gera in diesem Rahmen genannt wird“, erklärt Peter Baumgardt, der Kulturhauptstadtmanager. Der geborene Lübecker hat viel Erfahrung in der Bewerbung zur Kulturhauptstadt, denn er betreute die Stadt Görlitz, welche 2010 den Titel tragen wollte. Mit der Bewerbung kam man damals ins Finale und musste sich am Ende der Stadt Essen geschlagen geben.

Das Team um Baumgardt empfängt im Kulturhauptstadtbüro, Rudolf-Diener-Straße, von Montag bis Freitag, 10 und 16 Uhr jeden Bürger, der sich mit Vorschlägen, Ideen und Konzepten in die Bewerbung einbringen möchte.

Seit März läuft zudem eine Umfrage. In dieser möchte man von allen Interessierten wissen, was Gera ausmacht. Der Flyer mit den Fragen kann im Büro abgeholt werden, er liegt auch an weiteren Stellen in der Stadt aus. Bis 30. April läuft die Umfrage. Baumgardts Team, die Lenkungsgruppe und allen voran Initiator Thomas Laubert haben bereits angefangen, einen Plan für die Bewerbung aufzustellen.

 

Fünf Schwerpunkt mit europäischer Relevanz sollen einfließen. Dazu gehört zum einen die Geschichte der Stadt.

Hier will man die goldenen Zeiten von Gera hervorbringen und intensiv auf das Thema Wismut eingehen. Diese prägte die Region über mehrere Jahrzehnte und so ist es für alle wichtig, Positives und Negatives zusammenzubringen und z.B. einen Bogen zur Wismutkunst schlagen. Weiterhin will man die Ambitionen aufgreifen, diese Kunst nach Gera zu holen, um diese hier dauerhaft zu präsentieren.

„Natürlich wird es in der Geschichte nicht nur um die Wismut gehen, aber sie ist ein bedeutendes Thema und wird in derBewerbung einen großen Stellen-wert haben. Natürlich werden wir die vielseitige Geschichte der Region darstellen, um zu zeigen, dass es sich lohnt, diese zu erleben“, erklären Baumgardt und Laubert.

 

 Lars Werner | Neues Gera