>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2017-11-22

Marc-Manuel Moritz ist Wahl-Geraer und frisch ­gekürter Stadtschreiber. Foto: Christine Schimmel

 

Gera. Mehrere Bewerber hat es auf die ehrenamtliche Stadtschreiber-Stelle der Gruppe „Gera2025“ gegeben. Aber nur einer hat es geschafft. Marc-Manuel Moritz wird ab heute in vier ausgewählten Lokalen der Innenstadt auf Tuchfühlung mit den Geraern gehen, um ihre Ideen und Meinungen zur Kultur in ihrer Stadt zu sammeln. Vier Wochen lang wird der 30-Jährige das Gespräch mit ihnen suchen, um herauszufinden, wie sie zur von der Gruppe „Gera2025“ anvisierten Bewerbung Geras als Europas Kulturhauptstadt im Jahr 2025 stehen.

 

Moritz ist in Meiningen geboren, hat lange Zeit in Erfurt gelebt. „Vor anderthalb Jahren bin ich aus familiären Gründen nach Gera gezogen“, erzählt der junge Familienvater, der sich mittlerweile sehr heimisch in der Stadt fühlt und bei einem freien Bildungsträger arbeitet. 

 

Interesse an der Entwicklung der Stadt

Als gelernter Bankkaufmann und mit einem erfolgreichen Studium der Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte in der Tasche, hat ihn die Entwicklung von Städten immer schon interessiert. Und Gera hat eine bewegte Geschichte hinter sich. „Für mich ist Gera eine tolle Stadt. Wenn meine Erfurter Freunde hierherkommen, sind sie immer positiv überrascht, wie schön es hier ist“, sagt der Wahl-Geraer.

 

„Mit den Geraern kommt man gut ins Gespräch“, ist seine Erfahrung. Dementsprechend gespannt ist er auf die Begegnungen mit den Menschen in den Lokalen, wo er deren Meinungen mit einem alten Tonbandgerät dokumentieren wird. Schließlich will die Gruppe „Gera2025“ die Ergebnisse später in zielführende Aktionen ummünzen. Der Stadtschreiber bringt also das Thema zu den Leuten und stellt ihnen drei markante Fragen zu ihrer Stadt und zur Kultur. So soll mehr und mehr Bewusstsein für die Kulturhauptstadtbewerbung geweckt werden – bei Jugendlichen und älteren Bürgern gleichermaßen. Marc-Manuel Moritz begibt sich auf die Suche nach Multiplikatoren für die Idee, die Gera eine momentan noch ungeahnte nationale und internationale Aufmerksamkeit bringen würde.

„Dann würde es zwar vielleicht immer noch stimmen, dass Gera pleite ist, aber trotzdem sexy“, sagt der Stadtschreiber, der übrigens früher beim FC 03 gekickt hat.

Diese Woche trifft man den Stadtschreiber im Café Kanitz auf dem Markt (Dienstag, 21. 11, ab 18 Uhr, Donnerstag (22.11.) 11 bis 14 Uhr). In den nachfolgenden Wochen in der Manufaktur in der Humboldtstraße, dem Downtown auf dem Bahnhofsvorplatz und im Mahlwerk auf dem Kornmarkt.

 

 

Christine Schimmel / 21.11.17