>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2019-03-12

Feierliche Eröffnung des Geraer Kulturhauptstadtbüros

Das Gera2025-Team arbeitet neben dem Konzept für die Kulturhauptstadt-Bewerbung am Finanzplan für Phase zwei.

Nachdem es bereits einige Zeit geöffnet hat, war Dienstag sozusagen feierliche Eröffnung des Kulturhauptstadtbüros mit ­Initiator Thomas Laubert, OB Julian Vonarb und Kulturmanager Peter Baumgardt (von rechts). Foto: Peter Michaelis

 

Gera. Zehn Ostthüringer Städte und erste Landkreise hätten sich mittlerweile zur Kulturhauptstadtbewerbung Geras bekannt. Weitere sollen folgen, sagt Peter Baumgardt , Kulturmanager von Gera2025. „Es geht zunächst um ideelle Unterstützung, aber auch um die Bereitschaft, sich in der zweiten Phase mit eigenen Projekten einzubringen. Nächste Woche werben wir dafür im Saale-Holzland-Kreis“, sagte er gestern vor der feierlichen Eröffnung des Kulturhauptstadtbüros in der Rudolf-Diener-Straße 4. Etwa 40 Interessierte – aus Stadtrat, Verwaltung, Kultur, Wirtschaft und Bürgerschaft – kamen im lockeren Rahmen in die Räume, die schon seit einigen Wochen montags bis freitags, 10 bis 16 Uhr Anlaufpunkt für Interessierte an dem Bewerbungsverfahren sind.

 

Die zweite Phase, das wäre jene, die sich nach dem 30. September anschließen würde, wenn es Gera auf die sogenannte Shortlist der Bewerberstädte schafft, die sich weiter Hoffnung auf den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 machen dürften. Für diese Phase sei Baumgardt gerade dabei, einen Vorschlag für einen Finanzplan zu erarbeiten, wie er auf Nachfrage sagte. „Dieser Vorschlag wird dann zunächst in der Lenkungsgruppe diskutiert, in der auch Vertreter von Stadt und Land sitzen.“ Daraus werde eine Empfehlung für die Gremien in Stadt und Land entwickelt, wobei er einräumt, dass die Wahlen in diesem Jahr dabei sicher auch Unwägbarkeiten bergen. Noch, entgegnet er auf eine häufige Frage zum bisherigen Prozess, entstehen der Stadt keine Kosten durch die Bewerbung. Sie stelle die Räume kostenfrei zur Verfügung, ansonsten finanziere man sich über das von der Staatskanzlei komplett geförderte Budget. Bei Erreichen der Shortlist müsse aber sicher auch die Stadt mit Kosten rechnen.

 

In seiner Rede später zur Eröffnung stellte er aber auch klar, dass es keine großen, futuristischen Neubauten für eine Kulturhauptstadt brauche. Es sei alles da, es gebe viele Schätze, von denen man einige noch heben müsse, sagte Baumgardt . Er erinnerte neben der angestoßenen Diskussion um die Instrumentenbau-Geschichte Geras auch an die wertvollen Reußen-Sarkophage. Und er wiederholte sein Gedankenspiel, die Wismut-Kunst nach Gera zu holen und im sanierten „Hermann-Tietz-Kaufhaus“ dauerhaft auszustellen. Über die Idee wolle er nun das Gespräch mit dem Eigentümer suchen. Baumgardt wie auch Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) und Gera2025-Initiator Thomas Laubert dankten gestern neben den vielen Unterstützern und ersten Sponsoren vor allem dem Land und hier der Staatskanzlei für die finanzielle Förderung. Die, so Vonarb , umfasst auch die derzeit laufende Erarbeitung des Kulturentwicklungsplanes.

 

„Es ist eine Bewerbung Geras und Thüringens“, betonte der OB, der deswegen den Blick über Geras Stadtgrenzen hinaus als den richtigen Ansatz lobte. Baumgardt schloss in den Dank ans Land auch jenen an den Stadtrat für dessen Votum für Gera2025 ein. Durch beides sei es in kürzester Zeit gelungen, eine nicht von oben diktierte, sondern aus der Bürgerschaft geborene Idee in eine echte Chance für Gera zu verwandeln und den zeitlichen Vorlauf namhafter Konkurrenten aufzuholen.

 

Während das dreiköpfige Team um Peter Baumgardt weiter am Bewerbungskonzept für September arbeitet, rief der Kulturmanager nochmals zur Beteiligung an der derzeit laufenden Umfrage zu „Gera 2025“ auf, um ein breites Meinungsbild der Geraer zu bekommen.

 

Meine Meinung

 

Marcel Hilbert / 10.04.19