>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2017.08-19

Gera. Das plötzliche Aus des von Maurice de Martin und Tanja Schwarz angestoßenen Kunstprojektes „Gera2025“ kam bei vielen gar nicht gut an. Auch eine Gruppe aus jungen Geraer Kreativen, Unternehmern und Studenten war zuerst schockiert von der Nachricht, dann aber angestachelt. „Wir sehen uns quasi gezwungen, jetzt erst recht weiter zu machen und haben uns das Ziel gesetzt, eine Kulturhauptstadtbewerbung Geras für das Jahr 2025 zu erarbeiten“, sagt Thomas Laubert. Der Architekt ist Teil der Gruppe, die fortan nur mit einer Stimme sprechen will. Es sind Designer und Kreative unter ihnen, genauso wie Geschäftsinhaber und Urbanistik-Studenten. Sie bringen die unterschiedlichsten Kompetenzen mit und daneben eine große Portion Kampfeswille und Ernsthaftigkeit, die dieser Aufgabe gerecht werden. 

 

Den Blick auf eine gute Zukunft Geras werfen

Es gibt genug gute Ideen von positiv und zugleich kritisch eingestellten Geraern, wissen sie und sind entschlossen, gemeinsam mit diesen Bürgern den Blick auf die Zukunft der Stadt zu lenken. „Münden sollen unsere Bemühungen in einer utopischen, visionären Kulturhauptstadtbewerbung, die den Blick für die Realität nicht verliert“, sagt die Gruppe, die vorerst unter dem Arbeitstitel „Gera2025“ auftritt. Ihre Kampfansage geht bereits über die Willensbekundung hinaus. Man steckt mitten in der Ausschreibung eines Stadtschreibers, der in ihrem Auftrag das Gespräch mit den Geraern suchen wird und nicht nur Ideen und Visionen aufgreift, sondern auch Fragen stellen wird zum Verständnis von Kultur. Auf jeden Fall wollen sie den Geraern Zeit geben, sich mit dem Thema zu befassen und sich eine Meinung zu bilden. Ein Jahr Zeit wollen sie sich schließlich geben, um mit den Geraern intensiv an der Bewerbung zu arbeiten.

Momentan steht der Aufbau der Gruppenstruktur an vorderster Stelle. Bis Ende 2017, denken sie, steht ihre Konzeption, die als Diskussionsgrundlage den Dialog mit den Bürgern ankurbelt. „Wir wollen diese Chance nutzen, Gera nach vorn zu bringen, wieder lebenswerter zu machen und die Kulturlandschaft noch breiter aufzustellen“, sagen die Mitstreiter unisono. Ihr Einsatz soll der Stadt im besten Fall den Titel „Kulturhauptstadt“ bringen, aber auch einen langfristigen Effekt, nämlich positive Außendarstellung. 

 

Natürlich hofft die Gruppe, dass die Stadt Gera mitzieht. Wichtig ist ihnen, dass sie erst ein Konzept präsentieren, wenn es steht. Denn nichts wollen sie weniger, als dass sie das vorzeitige Ende ihres Engagements verkünden müssten. „Wir wollen den Leuten zeigen, was sie von uns erwarten können und dafür lassen wir uns die nötige Zeit. Wir möchten mit der Bewerbung und ihrer Vorbereitung endlich wieder einmal ein positives Bild erzeugen und wünschen uns, dass dadurch die Stadt mit etwas Gutem in die Schlagzeilen kommt“, sagen sie. Es sei an der Zeit, den Geraern zu helfen, wieder mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und wieder mit Stolz von ihrer Stadt zu sprechen – sozusagen als Antwort auf den Spiegel-Artikel und den Abbruch des Kunstprojektes „Gera2025“. „Wir wollen der Stein sein, der wieder anderes ins Rollen bringt“, sieht sich die Gruppe als Impulsgeber und ist sich sehr wohl bewusst, mit diesem Vorhaben große Erwartungen zu wecken. 

Kontakt zur Gruppe per Mail: mail@gera2025.de 

 

 

(Christine Schimmel / 19.08.17)