>>  GERA 2025  >>  KULTURPROGRAMM  >>  PRESSEBERICHTE >> 2018-09-06

Die Kulturhauptstadt-Bewerbung macht Sinn

 

In Gera wächst mein Patensohn auf. In der Schule hat er wenig mit Zahlen im Sinn, dafür umso mehr mit den Noten. Vielleicht wird mal ein Musiker aus ihm. Ohnehin schaue ich die Stadt an der Ween Elster durch die Kulturbrille a -und finde allerlei, worauf die Geraer stolz sein können.

 

Auf den etwas überschätzten Otto Dix wie auf den untersctzten Heinrich Schütz. Vor allem auf das tolle Stadttheater, das trotz notorischer Unterfinanzierung großartige Kunst produziert. Und auf manch anderes mehr.

 

 

Zugegeben:Geht's um Gera, bin ich befangen.

Also stoße ich erst recht in mein Horn und ermutige die Kulturhauptstadt- Bewerber! Obwohl ich nicht weiß, welche Vorlieben der OB zu Schulzeiten pflegte, glaube ich, dass er ein guter Rechner sein muss.

Er muss wissen, dass ihm eine Kulturhauptstadt-Bewerbung die Hausaufgaben eines kommunalen Kulturkonzepts nicht erspart. Sondern im Gegenteil umso nötiger macht.

 

Man sollte genau überlegen, welche Akzente in Kunst und Kultur man setzen und nachhaltig finanzieren will. Diese Selbstvergewisserung ergäbe das rationale Fundament der Bewerbung. Ebenso ist Nachhaltigkeit wichtig im Fall des Erfolgs: Man muss vorher planen, was nach 2025 bleiben kann und soll.

 

Bei alle dem wollen wir Thüringer zusammenstehen und die Geraer voll unterstützen. Weil unser Land nicht am Hermsdorfer Kreuz endet. Weil gegen ein weit verbreitetes Deklassierungsgefühl Argumente nicht helfen. Sondern nur Taten. - Wenn's schief ginge, wär' das kein Beinbruch. Wenn's aber klappt, kenne ich einen, der bestimmt eine Hymne darauf spielt. Auf der E-Gitarre wie seinerzeit Jimi Hendrix!

 

 

 

 Wolfgang Hirsch / 06.09.18