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"Lange Tische" werden aufgestellt

Die Aspekte, die in das sogenannte "Bid Book" (Bewerbungsunterlagen) zur Kulturhauptstadtbewerbung eingebracht werden müssen, sind sehr vielfältig. Auch wenn schon viele Anregungen aus der Bevölkerung bzw. von Institutionen u.a. vorliegen, sollen zentrale Themen der Bewerbung weiter vertieft werden, um weiterhin auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern agieren zu können. 

 

Am "langen Tisch", die neue Plattform im Kulturhauptstadtbüro, kommen ausgewählte Personen (Experten, kreative Köpfe, offene Fachleute) zusammen, um über verschiedene Themen der Kulturhauptstadtbewerbung zu diskutieren. 

Zugleich soll am „langen Tisch" die bereits verfolgte Position weitergeführt werden, dass die Menschen in Stadt und Region die laufende Bewerbungsphase um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" als einen Partizipationsprozess wahrnehmen.

 

Eingeladen sind „Repräsentanten" der Themen der Kulturhauptstadtbewerbung zu einem Gedankenaustausch. Die entstehende, wünschenswert kontroverse, Diskussion verläuft mit einer professionellen Moderation von Anfang an in klaren Strukturen. Der/die Moderator^in bereitet stichhaltige Fragen vor, um „das Gold" aus den Köpfen der Teilnehmer^innen zu befördern. Der/die Moderator^in lenkt im Hintergrund und hält stets die Fäden in der Hand, er/sie unterstützt die Diskutanten^innen bei der Verdichtung der Gedanken, um eine hohe Zahl an Ideen, Anregungen, Erkenntnissen zu generieren, mit denen sich gezielt weiterarbeiten lässt. Die Veranstaltungen werden von der Presse begleitet, aufgezeichnet, später ausgewertet und als VideoClip nach Fertigstellung des Bid Book auf der Website www.gera2025.de der Öffentlichkeit vorgestellt. Somit ist auch eine „lebendige" Vermittlung wichtiger in der Bewerbungsschrift dargestellter Impulse zur Kulturentwicklung gegeben, die darüber hinaus eine identitätsstiftende Wirkung erzielen kann.


TISCH 1 | 17.09.2019 Jugend | City for Youngsters

Wie wird die Nominierung zur Kulturhauptstadt 2025 auf die zukünftige Jugendpolitik Einfluss nehmen?

Wie wird die Jugend der Stadt auf die Kulturhauptstadt reagieren?

Inwieweit kann sie in die Durchführung eingebunden werden?

Moderation: Toni Lütgenau (Landesvereinigung kulturelle Jugendbildunge.V.)

Teilnehmer: Prof. Ulrike Hatzer (Theaterpädagogin), Jana Laser (ehemalige Kulturagentin,LKJ Thüringen e.V.), Thomas Prochnow (Künstler),  Sabine Schramm (Künstler. Leiterin Puppentheater Gera), Yazan Zakarya (Dachverband Kinder-und Jugendgremien), Ines Wegner(Leiterin Stadtjugendring), Dr. Frank Rühling (Fachdienstleiter Bildung Stadt Gera), Sybill Hecht Kulturagentin, LKJ Thüringen e.V.

TISCH 2 | 26.09.2019 Sarkophag | Kulturgut europäischen Ranges

Wie wird/kann die Nominierung zur Kulturhauptstadt 2025 auf die Planung der künftigen Präsentation des Sarkophags von Heinrich Posthumus Reuß Einfluss nehmen? Wie kann der Kontext zwischen Sarkophag und den Exequien von Schütz ins Bewusstsein einer internationalen Öffentlichkeit gerückt werden? Sind Sarkophag und die Exequien als Alleinstellungsmerkmale der Geraer Bewerbung herauszustellen? Sind die Interessen des Hauses Reuß, der Stadt Gera, der Bevölkerung und das Interesse einer internationalen Öffentlichkeit am übergeordneten Thema "Sepulkralkultur" in Einklang zu bringen?

Moderation: Dr. Frank Hiddemann (Ev.-Luth. Kirchengemeinde Gera-Untermhaus)

Teilnehmer: Felix Eckerle (Chefdramaturg Theater Altenburg Gera), Thomas Laubert (Architekt, Leiter „Initiative Gera2025“), Dr. Hans Mikosch (Regionalbischof i.R.), Eckhart Müller (Vorsitzender Kulturbund Gera e.V.), Michael Schlegel (Pfarrer / Kirche St. Ursula Lusan), Mathias Wagner (Leiter Stadtmuseum Gera), Albert Zetzsche (Ministerialrat a.D.), Friederike Böcher (Direktorin Heinrich Schütz Haus)

TISCH 3 | Strahlende Vergangenheit – Leuchtende Zukunft | Die Wismut

Wofür wurde das Uran verwendet, war es Friedenssicherung? Oder war es der Motor für das Wettrüsten?

Wie war es, privilegiert zu sein und dafür sein Gewissen aufzugeben? Was wurde aus dem Erbe der Wismut? War die BUGA nicht einfach ein Pflaster, das verhindert, über die begangenen Sündden nachzudenken? Spielt der Uranabbau heute eine Rolle bei der sorgsamen Nutzung der "Ressourcen der Zukunft" in Europa und global?

UND: Welche Rolle spielte die Wismut-Kunst, die größte Sammlung der Darstellung von „Arbeitern und Produktionsstätten“? Welche Bedeutung kann die Wismut-Kunst in und für Gera und Europa einnehmen?

 

In Planung: November 2019