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WICHTIGE Fakten

  • die Größe der Stadt spielt keine Rolle
  • die Kapazität an Mitwirkenden und das Geld, sowie die Kapazität an physikalischer Infrastruktur sowie  kulturelle Kriterien spielen jedoch eine Rolle
  • Regionen um die Stadt sollten mit einbezogen werden
  • Es geht nicht um das was vorhanden ist, sondern um das, was die Zukunft bringt (Nicht zu verwechseln mit dem Kulturerbe!!!)
  • Städte, die alle ihre kulturellen Angebote unter "Kulturhauptstadt" zusammenfassen, haben keinen Erfolg → Spezielle Programme, über dem normalen kulturellen Angebot werden erwartet
  • es gibt keine Standard-Vorlage für das Programm
  • kein auf Touristen ausgelegtes Konzept, sondern eines, das auf die Bürger_innen ausgelegt ist
  • es gibt keine Anforderung für eine große Anzahl an Events und Projekten
  • es ist ein kulturelles Projekt - Effekte auf Infrastruktur, Tourismus und Wirtschaft sind Nebeneffekte
  • Eine Stadt kann sich auch kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen

Die 6 Kategorien der Kriterien

A)  Beitrag zu einer langfristigen kulturellen Strategie unserer Stadt

  • Konzentration nicht nur auf das Jahr, sondern auf den Prozess, bis 2025 und nach 2025
  • Kulturleitkonzept die die Kapazität von Kultur vergrößert und die Breitenkultur – aus Hoch- und Regionalkultur mit der Wirtschaft und dem sozialen Sektor auf lange Sicht verknüpft und über die Stadtgrenzen hinaus attraktiv macht
  • Stadtentwicklung mit Bezug auf Vergangenes (Buga) und kommendes (IBA)
  • Hinterfragen der derzeitigen Strategie, ausarbeiten eines tragfähigen Konzeptes, welche alle Bereiche der Kultur der Stadt und der angrenzenden Landkreise mit einbezieht
  • Focus auf die Vernetzung mit unseren Partnerstädten legen, stärken der bestehenden Beziehungen, langfristiges Kulturkonzept und gemeinsame Strategien ausarbeiten

 

B)  kultureller und künstlerischer Inhalt / Wert

  • eine klare Vision und Strategie für das kulturelle Programm mit Stärkung der Kulturregion
  • Teilhabe und Mitwirken lokaler Künstler, kultureller Organisationen in den Konzepten und der Implementierung der kulturellen Programme
  • die Reichweite und die Vielfalt der vorgeschlagenen Aktivitäten und ihre insgesamt künstlerische Qualität
  • die Fähigkeit, das lokale kulturelle Erbe zu kombinieren und traditionelle Kulturformen mit neuen, innovativen und experimentelle kulturelle Ausdrücke zu vereinen
  • Stärkung der nicht als Kultur wahrgenommenen „Nischeninteressen“, welche jedoch die Region prägen und mit „Hochkultur“ vernetzt werden
  • Inklusion durch Migration der neuen und vorhandenen Kulturweisen, auflösen von Parallelgesellschaften und Schaffung einer neuen Identität unserer Stadt 

 

C)  Die europäische Dimension

  • Umfang und Qualität der Aktivitäten zur Förderung der kulturellen Vielfalt Europas, interkultureller Dialog und größeres gegenseitiges Verständnis wird durch die Einbindung aller Bevölkerungsschichten in den Prozess erreicht
  • die zukünftigen Aktivitäten sollen das Gemeinsame hervorheben und damit für viele interessant werden, Aspekte der europäischen Kulturen werden mit eingebunden indem man die bereits bestehenden Kontakte ausbaut 
  • Zusammenarbeit mit europäischen Künstlern und Städten in verschiedenen Ländern. Gera hat Partnerstädte, welche bereits Kulturhauptstädte waren oder den Titel in Zukunft tragen werden. Des weiteren sollen alle Europäischen Partnerstädte noch enger mit Gera vernetzt werden, die Gemeinsamkeiten gestärkt werden
  • Prinzip der Auflösung des „Stadt- oder Regiongedankens“, Überwindung von physischen Grenzen, Schaffung von starken Netzwerken mit starker Vernetzung.^ 
  • Interesse an anderen europäischen Orten schaffen und international auf die Region aufmerksam machen

 

D)  Reichweite

  • durch Einbeziehung der Zivilgesellschaft in den Prozess durch die Akzeptanz vieler Interessen und deren Verknüpfung mit dem europäischen Gedanken wird die Anbindung in der Region erreicht 
  • die Schaffung neuer und nachhaltiger Chancen an kulturellen Aktivitäten, insbesondere junge Menschen, Freiwillige und die, die benachteiligt sind, einschließlich Minderheiten, Personen mit Behinderungen sowie ältere Menschen in Bezug auf die Erreichbarkeit dieser Aktivitäten
  • Gesamtstrategie zur Bildung und der Teilhabe von Schulen
  • Gera soll als Oberzentrum in Ostthüringen die Vernetzung zu Sachsen / SachsenAnhalt und dessen Metropolen (Leipzig 550.000 Einw., Chemnitz 350.000 Einw., Zwickau 100.000 Einw.) bringen,  ebenso über diese ein attraktives Angebot Kultureller Vielfalt für die Region darstellen. Hier wird die Region Altenburg und dessen Umland als wichtiges Bindeglied betrachtet.
  • Überwindung von Grenzen, Gera als Partner der Partnerstädte und gleichzeitig Gast und Gastgeber. In diesen Regionen bauen feste Verbindungen auf, besuche in unterschiedlichen Ebenen möglich sind (virtuell, touristisch, Verkehstechnisch) 

 

 

E)  Management

  • finanzielle Unterstützung aus den Programmen und Mitteln der Union, Mitteln des Bundeslandes Thüringen zur Kulturförderung, Mittel zur Wirtschaftsbelebung des Standortes Gera und dessen Region
  • Initiative von Stadt und dessen Zivilgesellschaft, Durchführung von kulturellen Aktionen - Erstellen eines Konzeptes
  • Zusammenarbeit zwischen den lokalen Behörden, der vorhandenen Wirtschaftsstrukturen und des künstlerischen Teams
  • Erarbeitung einer Marketing- und Kommunikationsstrategie, welche dem Leitsatz des Mehrwertes für die Stadt erstellt wird
  • Berufen von erfahrenen Personen mit entsprechenden Fähigkeiten und Erfahrungen im Umgang mit Kulturhautstädten, sowie Schaffung einer Organisationsstruktur

 

 

F)  Kapazitäten zum Liefern (zur Umsetzung, Rückhalt)

  • die Region hat eine breite und starke politische Unterstützung und nachhaltiges Engagement von lokalen, regionalen und nationalen Autoritäten
  • gute Voraussetzung und Infrastrukturelle Gegebenheiten durch bereits durchgeführte Ereignisse (Bundesgartenschau)
  • Kapazitäten im Stadt und Landausbau vorhanden (Befölkerungsschwund, damit freigewordene Flächen)
  • Region, welche von noch stärkeren Abschwung und dessen Folgen bedroht ist
  • Synergieeffekte und Vernetzung zwischen Thüringen mit den Städteverbund Erfurt-Weimar-Jena mit knapp 400.000 Einw. zur den Wirtschaftsmetropolen Sachsen mit ca. 1.000.000 Einw. – Potential der Wirtschaftlichen und touristischen Erschließung
  • Neues, realistisches Konzept mit internationaler Vorbildfunktion und den damit verbundenen Synergien