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Gera als Kulturhauptstadt Europas 2025?!

Gera ist eine unterschätzte Stadt mitten in einer der vielfältigsten Kulturregionen Europas. Sie gehörte in den 1920er Jahren zu den wohlhabendsten Städten Deutschlands. In der DDR wird sie 1952 Bezirkshauptstadt. Das Bergbauunternehmen Wismut ist Teil der Geschichte Geras. Es gab Menschen Arbeit und ist Bezugspunkt vieler Biografien.

Das Stadtbild war von großen und teilweise neu entstandenen Betrieben und Wohngebieten sowie der angeschlossenen Infrastruktur geprägt.

Die Deindustrialisierung hat die Stadt dann verwandelt und durch den Wismut-Uranabbau wurden tiefgreifende Umweltschäden in der Region verursacht.

 

Nach der Wiedervereinigung 1990 versucht Gera einen Neubeginn und zwischen Arbeitslosigkeit und Abwanderung die eigene Identität wieder zu erlangen. Mit der Durchführung der Bundesgartenschau 2007, die nicht nur viel Geld, sondern auch erste Impulse in die Stadt gebracht hat, kam der Umschwung. Gewerbe und Handel spürten die Belebung und mit der Gründung der neuen Hochschulen kommen auch vermehrt die jungen Menschen zurück.

Prachtvolle Villen säumen die Straßen. In der idyllischen Untermhäuser Altstadt lebte einst das kleinstädtische Bürgertum - heute ist es bevorzugte und bestens renovierte Wohnlage. Das Jugendstil-Theater strahlt als internationales Netzwerk weit über die Grenzen hinaus. Am Beispiel des Stadtteils Lusan lässt sich aufzeigen, dass sich auch aus ehemals einheitsgraubraunen Plattenbauten architektonisch interessante Gebäude entwickeln lassen.

 

Gera als Residenz- und Hauptstadt, als Bezirksstadt inmitten eines Uranabbaugebietes, das renaturiert wurde, Gera als Otto-Dix-Stadt, Höhler-Stadt, Bildungs- und Kulturstandort, Geras Architektur und Umwelt, ihr Stellenwert in und Gemeinsamkeiten mit der Region – das sind Schwerpunkte der Kulturhauptstadtbewerbung, die erkennbar von dem Willen getragen sein muss, „Kulturhauptstadt Europas 2025“ werden zu wollen.

Der Geist der Veränderung macht den Gedanken spannend,

dass es hier die Kultur Europas zu entdecken gibt und diese wächst.